
Tenor-Ukulele kaufen: 6 Empfehlungen für Anfänger
Du möchtest eine Tenor-Ukulele kaufen? Für diesen Vergleich habe ich mehrere aktuelle Tenor-Ukulelen selbst gespielt und sechs Modelle ausgewählt, die ich Anfängern empfehlen kann – vom günstigen Einstieg bis zum hochwertigen Instrument mit Tonabnehmer.
Meine Empfehlung für die meisten Anfänger ist die Kala KA-15-T: Sie ließ sich in meinem Test sehr leicht spielen, war sauber verarbeitet und intonierte auch in höheren Lagen ordentlich. Wenn du möglichst wenig ausgeben möchtest, ist die Ortega RU5-TE mein Preistipp. Die Flight Victoria ist meine Premium-Empfehlung.
Meine Empfehlungen auf einen Blick
Alle sechs Instrumente habe ich selbst gespielt. Klicke auf ein Modell, um direkt zu meiner Einschätzung zu springen.
Kala KA-15-T
Unkompliziert, leicht spielbar und als Starterset erhältlich.
Zum Modell →* Affiliate-Links: Wenn du darüber etwas kaufst, erhalte ich eine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht.
So habe ich die Tenor-Ukulelen getestet
Für diesen Vergleich habe ich mir mehrere der beliebtesten und am besten bewerteten Tenor-Ukulelen bei Thomann bestellt und selbst gespielt. Sechs Modelle haben mich am Ende so überzeugt, dass ich sie hier empfehlen möchte. Dabei habe ich besonders auf Verarbeitung, Saitenlage, Bespielbarkeit, Klang und Intonation geachtet.
Zusätzlich habe ich Kundenbewertungen studiert. Das ist mir wichtig, weil sich einzelne Instrumente bei Verarbeitung und Werkseinstellung unterscheiden können. Meine Einschätzung basiert auf den Instrumenten, die ich selbst in der Hand hatte; Erfahrungen anderer Käufer nutze ich ergänzend, um mögliche Unterschiede zwischen einzelnen Exemplaren besser einzuordnen.
Ist eine Tenor-Ukulele die richtige Wahl?
Eine Tenor-Ukulele ist größer als eine Sopran-Ukulele und eine Konzert-Ukulele. Die längere Mensur schafft mehr Platz auf dem Griffbrett, der größere Korpus sorgt meist für einen volleren Klang. Gerade für größere Hände und Fingerpicking kann das sehr angenehm sein.
Die größeren Bundabstände können angenehm sein, wenn dir Sopran oder Konzert zu eng vorkommen.
Der größere Korpus klingt meist kräftiger und voller als eine kleine Sopran-Ukulele.
Die längere Mensur und der zusätzliche Platz machen Tenor-Ukulelen für Melodiespiel besonders interessant.
Tenor-Ukulelen werden häufig auch mit tiefer G-Saite gespielt. Dadurch erweitert sich der Tonumfang nach unten.
Die besten Tenor-Ukulelen im Test
Kala KA-15-T: meine Empfehlung für Anfänger
Sehr leicht spielbar und als komplettes Starterset erhältlich
Die Kala KA-15-T ist für mich das rundeste Gesamtpaket für Anfänger. Mein Testinstrument war sauber verarbeitet, die Saitenlage angenehm und Akkorde ließen sich sehr leicht greifen. Auch in höheren Lagen blieb die Intonation stimmig. Klanglich ist sie warm und rund – keine spektakuläre Ukulele, aber eine, mit der Einsteiger sehr unkompliziert anfangen können.
Ortega RU5-TE: mein Preistipp
Eine erstaunlich ordentliche Tenor-Ukulele für unter 100 Euro
Die Ortega RU5-TE hat mich vor allem für ihren niedrigen Preis überzeugt. Sie wirkt schlicht, aber nicht billig, hat eine angenehm niedrige Saitenlage und lässt sich leicht greifen. Offene Akkorde klangen bei meinem Instrument sauber und ohne Schnarren. Beim Fingerpicking und in höheren Lagen merkt man allerdings, wo gegenüber teureren Modellen gespart wurde.
Kai KTI-700: massive Zederndecke und sehr gut spielbar
Interessant, wenn du beim ersten Instrument etwas mehr investieren möchtest
Die Kai KTI-700 machte schon beim Auspacken einen hochwertigen Eindruck. Besonders interessant ist die massive Zederndecke. Mein Instrument hatte eine angenehm niedrige Saitenlage, einen schlanken Hals und ließ sich sehr flüssig spielen. Die Ansprache ist direkt, der Klang warm und etwas mittenbetont.
Thomann Tenor Ukulele Acacia: mein Klangtipp
Warm, voll und kräftig – bei meinem Exemplar aber nicht ohne Schwächen
Klanglich gehörte die Thomann Tenor Ukulele Acacia für mich zu den interessantesten Instrumenten im Vergleich. Sie klingt warm und voll, hat ordentlich Lautstärke und ein langes Sustain. Das kommt besonders beim Fingerpicking schön zur Geltung. Bei meinem Testinstrument war die Verarbeitung allerdings nicht auf demselben Niveau wie der Klang.
Harley Benton Kahuna CLU-50T: günstig mit Tonabnehmer
Cutaway und Elektronik für vergleichsweise wenig Geld
Die Harley Benton Kahuna CLU-50T ist vor allem wegen ihrer Ausstattung interessant: Für vergleichsweise wenig Geld bekommst du eine Tenor-Ukulele mit Cutaway und Tonabnehmer. Mein Testinstrument wirkte grundsätzlich wertig, hatte aber einzelne Klebereste und eine recht hohe Saitenlage. In höheren Bünden wurde außerdem die Intonation ungenauer.
Flight Victoria CEQ-A: mein Premium-Tipp
Hochwertig verarbeitet, komfortabel und besonders stark beim Fingerpicking
Die Flight Victoria CEQ-A machte auf mich den hochwertigsten Eindruck der sechs Instrumente. Sie ist sehr gut verarbeitet, sauber eingestellt und lässt sich hervorragend spielen. Besonders angenehm finde ich den breiten Hals: Mit etwa 38 mm Sattelbreite bietet er viel Platz für Fingerpicking. Akkorde und Barrégriffe funktionieren ebenfalls sehr gut, die Intonation war bei meinem Instrument in allen Lagen stimmig.
Die Victoria kannte ich schon vor diesem Vergleich: Ich hatte sie bereits früher zu Hause und fand sie damals schon richtig gut. Letztlich hatte ich mich nur für eine noch deutlich teurere Kala entschieden.
Welche Tenor-Ukulele passt zu dir?
Die Kala KA-15-T ist mein unkompliziertestes Gesamtpaket für Anfänger.
Die Ortega RU5-TE bietet für rund 80 Euro einen erstaunlich ordentlichen Einstieg.
Harley Benton ist die günstige Lösung; Flight bietet die deutlich hochwertigere Alternative.
Thomann Acacia, Kai und Flight sind besonders interessant, wenn du mehr als nur Akkorde spielen möchtest.
Sopran, Konzert oder Bariton als Alternative?
Eine Tenor-Ukulele ist nicht automatisch für jeden Anfänger die beste Größe. Wenn du ein kompakteres Instrument und den besonders typischen Ukulelenklang möchtest, kommen auch Sopran oder Konzert infrage. Eine Bariton-Ukulele ist deutlich größer und anders gestimmt.
Alle wichtigen Bauformen vergleiche ich außerdem im Ratgeber zu den Ukulele-Größen und -Arten. Die Bariton-Ukulele ist wegen ihrer anderen Stimmung ein Sonderfall und für klassische Ukulele-Anfänger meist nicht meine erste Wahl.
Worauf sollte ich beim Kauf einer Tenor-Ukulele achten?
Zu hoch liegende Saiten machen Akkorde unnötig anstrengend. Gerade Anfänger profitieren von einer angenehm niedrigen Einstellung.
Spiele auch Akkorde und Einzeltöne weiter oben auf dem Griffbrett. Sie sollten dort nicht deutlich verstimmt klingen.
Mehr Platz kann beim Fingerpicking und für größere Hände angenehm sein. Ein schmalerer Hals fühlt sich dagegen oft schneller an.
Für den Einstieg brauchst du ihn nicht. Wenn du über Verstärker oder PA spielen möchtest, kann er aber sinnvoll sein.
Häufige Fragen zu Tenor-Ukulelen
Welche Tenor-Ukulele ist für Anfänger am besten?
Meine Empfehlung für die meisten Anfänger ist die Kala KA-15-T. Sie war in meinem Test leicht spielbar, sauber verarbeitet und intonierte ordentlich. Bei kleinerem Budget ist die Ortega RU5-TE mein Preistipp.
Wie viel kostet eine gute Tenor-Ukulele?
Schon unter 100 Euro gibt es brauchbare Einsteigermodelle. Zwischen etwa 120 und 200 Euro werden Verarbeitung, Ausstattung und Materialauswahl meist interessanter. Für eine gute erste Tenor-Ukulele musst du aber keine 300 Euro ausgeben.
Ist eine Tenor-Ukulele für Anfänger geeignet?
Ja. Besonders wenn dir Sopran oder Konzert auf dem Griffbrett zu eng sind, kann eine Tenor sehr angenehm sein. Entscheidend sind eine gute Saitenlage und ein Hals, der zu deinen Händen passt.
Was ist besser: Konzert- oder Tenor-Ukulele?
Eine Konzert-Ukulele ist kompakter und liegt näher am klassischen Ukulelengefühl. Eine Tenor bietet mehr Platz, einen größeren Korpus und eignet sich besonders gut für Fingerpicking. Welche angenehmer ist, hängt von deinen Händen und deinem Spielstil ab.
Braucht eine Tenor-Ukulele eine tiefe G-Saite?
Nein. Auch eine Tenor kann ganz klassisch mit hoher G-Saite gespielt werden. Mit Low-G erweitert sich der Tonumfang nach unten und der Klang wirkt etwas gitarrenähnlicher.
Lohnt sich eine Tenor-Ukulele mit Tonabnehmer?
Wenn du über einen Verstärker oder eine PA spielen möchtest, ja. Für das Spielen zu Hause ist ein Tonabnehmer nicht nötig. In meiner Auswahl bieten die Harley Benton Kahuna und die Flight Victoria diese Möglichkeit.
Was du nach dem Kauf brauchst
Mit meinem kostenlosen Online-Stimmgerät kannst du deine Tenor-Ukulele direkt stimmen – auch mit Low-G. Hinweise zu passenden Saiten findest du im Ratgeber zu Ukulele-Saiten. Taschen, Ständer und weiteres sinnvolles Zubehör stelle ich im Beitrag Ukulele-Zubehör für Anfänger vor.
Fazit: Welche Tenor-Ukulele würde ich kaufen?
Für die meisten Anfänger ist die Kala KA-15-T meine Empfehlung. Sie bietet in meinem Test das unkomplizierteste Gesamtpaket aus Bespielbarkeit, Verarbeitung und Preis. Die Ortega RU5-TE ist mein Tipp für ein kleines Budget. Wer eine massive Decke möchte, sollte sich die Kai KTI-700 ansehen; klanglich hat mir auch die Thomann Acacia sehr gut gefallen. Die Harley Benton ist interessant, wenn du günstig einen Tonabnehmer möchtest. Wenn du direkt hochwertiger einsteigen willst, ist die Flight Victoria meine Premium-Empfehlung.
Du hast deine Ukulele gefunden? Dann geht es hier mit der Anleitung „Ukulele spielen lernen“ weiter.
Du möchtest nach den ersten Grundlagen strukturiert weitermachen? Wenn du Akkorde, Rhythmen und Songs mit einem klaren Lernplan üben möchtest, stelle ich dir Terry Carters Kurs Uke Like the Pros in meinem ausführlichen Test vor.
Hinweis: Der Kurs ist auf Englisch.
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