
Ukulele-Schlagmuster für Anfänger: 5 einfache Rhythmen
Du kennst bereits die ersten Ukulele-Akkorde, aber dein Spiel klingt noch etwas abgehackt? Dann fehlt dir wahrscheinlich nur das passende Schlagmuster. Denn erst der Rhythmus sorgt dafür, dass aus einzelnen Akkorden eine richtige Liedbegleitung wird.
Die gute Nachricht: Für den Anfang brauchst du keine komplizierten Anschlagtechniken. Schon mit wenigen Ab- und Aufschlägen kannst du viele Songs begleiten. In diesem Artikel zeige ich dir fünf einfache Ukulele-Schlagmuster – mit Pfeilen, Zählzeiten und passenden Übungen.
Wenn du C-Dur, A-Moll, F-Dur und G-Dur noch nicht sicher greifen kannst, schau dir vorher meine Übersicht mit den wichtigsten Ukulele-Akkorden für Anfänger an.
Wenn du dagegen noch ganz am Anfang stehst und neben den Akkorden auch Stimmung, Haltung und Rhythmus von Grund auf lernen möchtest, findest du den vollständigen Einstieg in meiner Anleitung zum Ukulele spielen lernen.
Deine Schlaghand pendelt immer gleichmäßig nach unten und oben. Auch bei einer Pause bleibt sie in Bewegung – du berührst die Saiten dann nur nicht.
Was bedeuten die Pfeile bei einem Schlagmuster?
Ukulele-Schlagmuster werden meist mit Pfeilen dargestellt. Die Richtung zeigt dir, wie du deine Schlaghand bewegst.
Hand nach unten
Hand nach oben
Bewegen, nicht treffen
Bei einem Takt mit vier Schlägen zählst du: 1 und 2 und 3 und 4 und. Die Zahlen sind die Hauptschläge. Das „und“ liegt jeweils genau dazwischen.
Wie schlägt man die Ukulele richtig an?
Für die ersten Schlagmuster reicht dein Zeigefinger vollkommen aus. Halte die Hand locker und streiche mit dem Finger über die Saiten. Beim Abschlag berührt vor allem die Außenseite des Fingernagels die Saiten. Beim Aufschlag gleitet der Finger zurück.
Falls deine Ukulele dabei schief klingt, überprüfe zuerst die Stimmung. In meiner Anleitung zeige ich dir, wie du deine Ukulele stimmen kannst.
1. Vier einfache Abschläge
Das erste Schlagmuster besteht nur aus Abschlägen und ist ideal für absolute Anfänger. Du schlägst auf jeder Zahl einmal nach unten. Auf dem „und“ bewegst du die Hand ohne Saitenkontakt zurück.
2. Abschlag und Aufschlag im Wechsel
Jetzt spielst du jede Bewegung deiner Hand. Auf den Zahlen folgt ein Abschlag, auf jedem „und“ ein Aufschlag. Dieses Down-up-Strumming bildet die Grundlage für viele weitere Rhythmen.
3. Abschlag, Abschlag-Aufschlag
Bei diesem Rhythmus lässt du nach dem ersten Abschlag jeder Takthälfte einen Aufschlag aus. Dadurch klingt dein Spiel sofort abwechslungsreicher.
4. Der Island Strum
Der Island Strum gehört zu den bekanntesten Ukulele-Schlagmustern. Er klingt locker und fließend und passt zu vielen Pop-, Folk- und Ukulele-Songs.
Der schwierigste Moment liegt auf der dritten Zählzeit. Dort bewegst du die Hand nach unten, schlägst die Saiten aber nicht an. Erst auf dem anschließenden „und“ folgt wieder ein Aufschlag.
5. Einfacher Rhythmus im Dreivierteltakt
Nicht alle Lieder stehen im Viervierteltakt. Bei einem Dreivierteltakt zählst du nur bis drei. Betone den ersten Abschlag etwas stärker – so entsteht die typische wiegende Bewegung eines Walzers.
Welches Ukulele-Schlagmuster sollte man zuerst lernen?
Beginne mit vier einfachen Abschlägen. Danach ergänzt du die Aufschläge und arbeitest dich Schritt für Schritt zum Island Strum vor.
So übst du ein neues Schlagmuster richtig
Zähle laut und sage zusätzlich „Ab“ und „Auf“.
Dämpfe die Saiten mit der Greifhand und konzentriere dich nur auf den Rhythmus.
Spiele zunächst nur C-Dur, bis die Bewegung automatisch läuft.
C-Dur und A-Moll eignen sich besonders gut für den Einstieg.
Starte bei etwa 60 Schlägen pro Minute und erhöhe langsam das Tempo.
Zehn konzentrierte Minuten pro Tag bringen meist mehr als eine lange Übungseinheit, bei der sich Fehler einschleichen.
Falls der Rhythmus beim Umgreifen abbricht, helfen dir meine 7 Übungen für flüssige Ukulele-Akkordwechsel.
Häufige Fehler beim Ukulele-Strumming
Auch bei einem Luftschlag muss sie gleichmäßig weiterpendeln.
Ein lockerer Anschlag klingt meist voller und angenehmer.
Es reicht, beim Aufschlag nur zwei oder drei Saiten leicht zu berühren.
Ein Rhythmus muss zuerst langsam, sauber und gleichmäßig funktionieren.
- Tag 1: vier Abschläge mit C-Dur
- Tag 2: zwischen C-Dur und A-Moll wechseln
- Tag 3: gleichmäßiges Ab und Auf üben
- Tag 4: F-Dur und G-Dur ergänzen
- Tag 5: Schlagmuster 3 langsam spielen
- Tag 6: Island Strum ohne Akkordwechsel
- Tag 7: C – G – Am – F mit einem Muster begleiten
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Jetzt kostenlosen Spickzettel holenHäufige Fragen zu Ukulele-Schlagmustern
Was ist das einfachste Ukulele-Schlagmuster?
Das einfachste Muster besteht aus vier Abschlägen pro Takt. Du schlägst auf den Zählzeiten 1, 2, 3 und 4 jeweils einmal von oben nach unten an.
Was bedeuten D und U bei einem Schlagmuster?
D steht für „Down“ und bezeichnet einen Abschlag. U steht für „Up“ und bezeichnet einen Aufschlag. In deutschen Anleitungen werden häufig die Pfeile ↓ und ↑ verwendet.
Mit welchem Finger schlägt man die Ukulele an?
Für Anfänger eignet sich der Zeigefinger besonders gut. Du kannst die Ukulele aber auch mit dem Daumen, mehreren Fingern oder einem weichen Filzplektrum anschlagen.
Wie lange dauert es, ein Schlagmuster zu lernen?
Einfache Abschläge funktionieren oft schon nach wenigen Minuten. Bei Rhythmen mit Luftschlägen, beispielsweise dem Island Strum, können einige Tage regelmäßiger Übung nötig sein.
Welches Schlagmuster passt zu welchem Lied?
Das hängt von Taktart, Tempo und Stil ab. Viele Songs im Viervierteltakt lassen sich zunächst mit vier Abschlägen oder einem gleichmäßigen Down-up-Muster begleiten.
Brauche ich für die Ukulele ein Plektrum?
Nein. Die meisten Spieler schlagen ihre Ukulele mit den Fingern an. Wenn du ein Plektrum nutzen möchtest, eignet sich ein weiches Filzplektrum besser als ein hartes Gitarrenplektrum.
Fazit: Mit einfachen Schlagmustern klingen Akkorde nach Musik
Du brauchst keine komplizierte Anschlagtechnik, um deine ersten Songs auf der Ukulele zu begleiten. Beginne mit vier gleichmäßigen Abschlägen und ergänze später die Aufschläge. Sobald deine Hand locker und kontinuierlich pendelt, werden auch anspruchsvollere Rhythmen deutlich leichter.
Mit den Akkorden C, G, Am und F sowie einem einfachen Schlagmuster kannst du bereits viele Lieder begleiten. Wenn du lieber einem festen Aufbau folgst, findest du in meinem Test eines umfassenden Online-Ukulele-Kurses weitere Informationen.


